12. November 2007
Liebe Jusos diesen Freitag ist nicht nur die Kreisvorstandssitzung sondern wir haben noch viele weitere Aktionen und Termine, die wir koordinieren müssen.
Des Weiteren kriegen wir am Freitag besuch von
Rafael R. Pilsczek (Pilsczek Public Relations), der uns zum Thema Presseerklärungen etc. bestimmt viel berichten kann.
Außerdem ist für den Abend auch noch der erste Film dreh Termin angesetzt, es wäre also cool, wenn alle Personen, die eine Rolle besitzen auch erscheinen würden.
Der Ort des Geschehens:
Harburg: Schloßmühlendamm 8-10 (4.Etage)
Direkt hinter der Bushaltestelle: S Harburg Rathaus (Hölertwiete)
Bei Sabine Boeddinghaus / Rüdiger Schulz
Bis Freitag also
André Behrens
4. November 2007

Harburg. Auf der Kreisvorstandssitzung am Freitag wurde beschlossen, die kürzlich gegründete Volksinitiative “Eine Schule für Alle” zu unterstützen, bzw. sie als Volksinitiative dahingehend als Diskussionsanregung über die Weiterentwicklung der Hamburger Schulen zu nutzen. So wurde bei einer weiteren Debatte sichtbar, dass ein Großteil des Kreisvorstandes der Jusos Harburg die Volksinitiative “Eine Schule für Alle” durchweg unterstützen würde allerdings wurde auch deutlich, dass eine Mitglieder von einer Schule für alle noch nicht überzeugt waren und so ihre Meinung insofern bekundeten, als dass eine Abschaffung der Gymnasien noch zu früh wäre. ‘
Doch bilden Sie sich am besten ihre eigene Meinung. Hier ein paar weitere Informationen:
Der am Dienstag, dem 30. Oktober eingereichte Gesetzentwurf will das gegliederte Schulsystem zugunsten einer Gemeinschaftsschule nach skandinavischem Vorbild überwinden.
Durch längeres gemeinsames Lernen würde mit der pädagogisch unsinnigen Selektion im Alter von gerade einmal neun Jahren Schluss gemacht. Die OECD- und Pisa-Studien haben immer wieder gezeigt, dass das deutsche Bildungssystem ungerecht ist und individuelle Förderung der Kinder erschwert. Ist ein Kind erstmal nach der vierten Klasse auf der Hauptschule (oder bald: Stadtteilschule) angekommen, ist es durch die strikte Gliederung fast unmöglich, trotz potientiellen Talents noch zum Abitur zu kommen. Dabei lässt sich der Bildungserfolg nach vier Jahren Schule noch kaum vorhersagen: Etwa 30% der Gymnasiasten sind tatsächlich auf Hauptschulniveau. Und andersherum!
Für Sozialdemokraten ist das Anliegen der Volksinitiative aber nicht nur aus bildungspolitischen Gründen wichtig. Die Auslese nach der vierten Klasse ist auch eine soziale Barriere. In Deutschland hängt der Bildungserfolg massiv vom Einkommen der Eltern ab: 83% der Kinder von Akademikern schaffen es ebenfalls wieder an die Uni, aber nur 23% der Arbeiterkinder. Die Auslese teilt also auch in eine Klassengesellschaft. Die Gemeinschaftsschule würde mit dieser Ungerechtigkeit Schluss machen.
Wenn die CDU nun eine Kampagne zur “Rettung der Gymnasien” startet, so verkauft sie die Wähler/innen wieder einmal für dumm. Wer die Gemeinschaftsschule als “Einheitsschule” diffamiert und so tut, als würden hier alle “gleich dumm” gemacht, der ignoriert sämtliche wissenschaftlichen Fakten. Und übrigens auch den Elternwillen: 58% der Elternvertreter sprachen sich in einer Umfrage der Elternkammer Hamburg für die Gemeinschaftsschule aus. Von Beust wird mt seiner Wählerstimmenkampagne auf der Nase landen!
Um den Senat zu zwingen, den Termin des Volksentscheides entweder auf die Europawahl oder die Bundestagswahl 2009 legen zu müssen, und nicht, wie jüngst, auf einen für die Wahlbeteiligung möglichst ungünstigen Termin, hat die Initiative beschlossen, die 10.000 nötigen Unterschriften schon am 7. Januar, also nach der Hälfte der gesetzlich zur Verfügung stehenden Zeit, abgeben zu wollen; ein ehrgeiziges Ziel.
Dabei wollen wir helfen! Wir unterstützen die Volksinitiative nicht nur moralisch, sondern auch ganz praktisch durch das Sammeln von Unterschriften. Wir wollen nicht nur die nötigen 10.000 Unterschriften, sondern mehr, so viele wie möglich, um im Wahlkampf ein möglichst deutliches Zeichen zu setzen. Bitte gebt dem Anliegen eure Stimme!
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Dieser Beitrag wurde durch einen nachträglichen Beschluss abgeändert:
2.Dezember 2007Â 16:28 Uhr